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#10 Einsteiger Tutorial Nr. 2 - Die Belichtungszeit verstehen

Bei dem letzen Blogeintrag ging es um die Blende, heute beschäftigen wir uns mit der Zweiten Komponente - Der Belichtungszeit!

 

Die Belichtungszeit wird immer in Sekunden angegeben. Wenn Du den Auslöser drückst, fällt das Licht durch die Objektivblende auf den Sensor, solange wie der Verschluss geöffnet ist. Diese Zeit wird an der Kamera eingestellt.

Umso länger die Belichtungszeit gewählt wird, desto  mehr Licht fällt auf den Sensor, Dein Bild wird einfach gesagt heller.

 

 Um eine Bewegung einzufrieren muss die Belichtungszeit kurz gewählt werden.

Wenn Du dagegen Bewegungen verwischen willst muss eine längere Zeit gewählt werden!

Hier ein kleiner Vergleich:

Das linke Bild wurde mit einer Belichtungszeit von 1/125 Sekunde aufgenommen;

Das rechte Bild dagegen weist eine Belichtungszeit von 13 Sekunden auf,

alle Bewegungen innerhalb dieser 13 Sekunden die hell sind werden gespeichert, das Wasser verwischt!


Wenn du ein Foto ohne Stativ schiessen willst, muss die Belichtungszeit kürzer als der Kehrwert zum verwendeten Objektiv sein.  (Sonst steigt die Verwicklungsgefahr!)

Laut Faustregel solltest du bei einer Brennweite von 50mm nicht länger als 1/50 Sekunden, oder bei einer Brennweite von 200mm nicht länger als 1/200 Sekunden belichten.

Eingebaute Bildstabilisatoren können diese Zeit etwas verlängern!

Vergleich 2:


Hier habe ich den Kreisel Zwei mal in Bewegung Fotografiert!

Bei dem Linken Bild war die Belichtungszeit kurz (1/60 Sekunde), Die Kreiselbewegung wurde eingefroren;

Bei dem Rechten Bild wurde länger Belichtet (1/20 Sekunde), die Bewegung verwischt!

Wie kannst Du nun das ganze anwenden?

Kurze Belichtungszeit (Einfrieren):

  • Bei Porträt Fotos (Schärfe)
  • Bei Wasserspritzern
  • Vögel im Flug
  • Fotografieren mit einem Blitz

Lange Belichtungszeit (Verwischen):

  • Glatte Wasserverläufe
  • Ziehende Wolken
  • Lichtstreifen von Autos bei Nacht
  • Light painting (Hierzu gibt es dann ein extra Tutorial)

Zur Praxis:

Du kannst die ganze Theorie natürlich sofort umsetzen!

Stelle Deine Kamera auf "S" bei Nikon, wenn Du einen Canon hast stelle das Programm auf "Tv", oder evtl. "T".

Dieses Programm nennt sich "Blendenautomatik", Du gibst der Kamera die Belichtungszeit vor und die Kamera regelt je nach Helligkeit die Blende (Damit das Foto richtig belichtet wird).

 

Denke aber daran umso länger die Belichtungszeit gewählt wird, umso schneller verwackelt das Bild.

Das ist aber primär egal, es geht ja darum die Belichtungszeit zu verstehen!

Damit Du in Zukunft auch mit schwierigen Lichtsituationen umgehen kannst, erkläre ich Dir im nächsten Blogeintrag den Umgang mit der ISO Einstellung!

Das ganze gibt es dann wieder nächsten Freitag um 12:00!


Zum vorherigen Blogeintrag:

Zum nächsten Blogeintrag:


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