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#09 Einsteiger Tutorial Nr. 1 - Die Blende verstehen

Diese Art von  Tutorials eignen sich für jeden, der die Kamera Einstellungen selbst in die Hand nehmen möchte.

Trau Dich Abstand zu der Automatik zu nehmen, Du wirst sehen wie sich Deine Bilder stetig verbessern!

Hier in meinem Blog wird jeden Freitag um 12:00 ein neuer Teil der Tutorial Serie freigegeben. Ziel ist es Deine Kamera besser zu verstehen, um letztendlich bessere Fotos zu machen.

Wenn Du diese Tutorials konsumierst und noch etwas Zeit in die Umsetzung investiert kannst Du bald "Ade" zu der Automatik sagen!

 

Viel Spass damit!

Kritik, Anregungen gerne Unten in den Kommentaren!

 

Diese Serie von Tutorials werden immer Freitag um 12:00, pünktlich zum Start ins Wochenende veröffentlicht, schau doch mal wieder vorbei!

 

In den ersten DREI Tutorials geht es um die BLENDE, Die BELICHTUNGSZEIT und die ISO. 

Das sind die Drei wichtigsten Grundkriterien die Du brauchst um ein Foto zu machen!

 

Diese sind vergleichbar mit einem Auto, diese Drei sind abhängig voneinander und so wichtig wie GAS, BREMSE und KUPPLUNG; Das eine geht nicht ohne das andere....

 

Als allererstes behandeln wir das Thema Blende!

 

By KoeppiK (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

 

Ganz einfach gesagt sitzt die Blende in Deinem Objektiv, das ist für Dich bestimmt nichts neues!

Wenn Du den Auslöser drückst, wird der Verschluss kurz geöffnet und das vorhandene Licht trifft durch die Blende auf den Sensor Deiner Kamera , ein Foto entsteht.

 

Wieviel Licht kommt auf den Sensor?

Nun siehst Du oben ein Bild mit verschiedenen Blendenöffnungen.

Als erstes musst Du verstehen, wenn die Blende weit offen ist (wie bei f/1.8) kommt sehr viel Licht auf den Sensor, dass heißt Dein Foto wird relativ hell.

Wenn die Blende weit geschlossen ist (wie bei f/11) kommt weniger Licht auf den Sensor, das Foto wird dunkler!

 

Bezeichnung der Blende:

Die Blende wir mit einem kleinen "f" bezeichnet.

Jetzt kommt das für den Anfang etwas verwirrende:

Umso weiter die Blende sich Öffnet umso kleiner wird die Zahl.

       Das heißt Blende f1.8 - Blende sehr weit offen - Blendenzahl sehr klein!

im Gegenzug: Blende f11 - Blende sehr weit geschlossen - Blendenzahl sehr groß!

 

Schärfe und Unschärfe:

Je weiter die Blende geöffnet wird (die Zahl so klein, wie das Objektiv es ermöglicht), umso unschärfer wird der Hintergrund!

Je weiter die Blende geschlossen wird (z.B. Blende f8), umso schärfer wir der Hintergrund  (die Zahl 

Bei "Einsteiger" Objektiven wird die Größtmögliche Blenderöffnung f3,5 betragen!

 

Hier zu einer kleinen Testreihe zum besseren Verständnis: 

(Modus A, ISO 800, bei 65mm)

 

Bild1: Blende f 2.8, 1/60 sek., ISO 800, 65mm - Große Blende - Hintergrund unscharf!


Bild2: Blende f 7.1, 1/10 sek., ISO 800, 65mm - Kleinere Blende - Hintergrund wird schärfer!!


Bild 3: Blende f 22, 1 sek., ISO 800, 65mm - Große Blende - Hintergrund nahezu scharf!

 

Objektive und Blende:

Das gute ist, auf jedem Objektiv steht die Max. Offenblende und die Brennweite, du muss nur von vorne auf das Glas schauen!

Hier ist mein Sigma "Zoom Objektiv"

Der Text: "18-200mm 1:3,5-6.3..."

bedeutet:

Brennweite. 18-200mm

Max. Offenblende bei 18mm: f3.5

Max. Offenblende bei 200mm: f 6.3

Das bedeutet die max. Offenblende variiert je nach Zoomeinstellung!

Zur Praxis:

Du kannst das ganze gleich mal testen.

Stelle die Kamera auf dem Modus "A", bei Canon "Av". Das ist die Sogenannte "Zeitautomatik"

Das heisst, Du gibst die Blende vor "f" und die Kamera stellt die Belichtung ein.

Drehe an deinem hinteren Einstellrädchen, die Blende "f" sollte variieren (die Belichtungszeit auch)

 

Anmerkung: Falls noch nicht eingestellt sollte die ISO auf "Automatik" stehen! Falls DU die ISO schon manuell regelst, sollte sie, zumindest wenn du Dich in einem Raum befindest mindestens auf "ISO800" stehen!

 

Versuch 1:

Stelle auf die kleinst mögliche Zahl (Wahrscheinlich "f3.5") und mache ein Foto, mit einem Objekt, oder einer Person im Vordergrund!

Ergebnis: Die Person sollte scharf sein, der Hintergrund leicht unscharf! Diese Unschärfe des Hintergrundes nennt man "Bokeh", oder eine Person/Objekt "freistellen"!

 

Versuch 2:

Stelle eine Größere Zahl ein (f8) und mache ein weiteres Foto, mit einem Objekt, oder einer Person im Vordergrund!

Ergebnis: Der Hintergrund ist nicht  mehr so unscharf wie im ersten Foto.

 

Fazit:

Wenn nur die Person/das Objekt im Vordergrund scharf dargestellt werden soll, stellt man eine große Blende (kleine Blendenzahl, wie f3.5) ein.

Wenn Du aber ein Foto von einer Landschaft machen willst, wird die Blende klein gewählt (Große Blendenzahl f11-f22), es wird alles von vorn bis hinten scharf. 

 

Tiefenschärfe:

Den sogenannten Schärfenverlauf nennt man Tiefenschärfe.

Die Tiefenschärfe definiert wie weit die Objekte in der Fokustiefe scharf dargestellt werden.

Bei Landschaften (z.B. f22) kann das einige Meter sein

Bei Portraits (z.B. f1.4) können das nur die Augen sein, die Scharf sind, die Nase verschwimmt in Unschärfe, die Tiefenschärfe beträgt nur wenige Millimeter!

 

Das waren ein paar Einführende Worte zur Blende, ich weiß für den Anfang bestimmt etwas viel.

Aber umso mehr du es probierst, oder Dich mit dem Thema beschäftigst, desto leichter wird es für Dich mit der Umsetzung. Mach ein paar Probefotos oder schau ein paar YouTube Videos. 

Den ersten Schritt hast Du bereits getan, indem Du meinen Blog gelesen hast!

 

Danke für Dein Interesse!


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